Wie ist das eigentlich, wenn man Golfferien machen möchte an einem Ort, den man mit einem Auto nicht erreicht oder nicht erreichen will und deshalb auf ein Flugzeug ausweicht? Was genau geschieht auf der Reise mit dem Golfsack und was kostet es, ihn mitzuführen?
Antworten gibt es ungefähr soviele, wie es Airlines gibt.
Wer mit Swiss fliegt, muss für den Golfbag bei einem Interkontinentalflug (also von da nach z.B. Amerika oder Afrika oder Asien oder Australien oder einen anderen Kontinent, der mit A beginnt) 110 Franken bzw. 70 Euro pro Weg bezahlen. Innerhalb von Europa kostet der Transport des Golfsacks 60 Franken bzw. 35 Euro. Ehrlich gesagt würde ich mich momentan für die Bezahlung mit Euro entscheiden, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass man das nicht einfach so wählen kann.
Wer in der Swiss erste Klasse fliegt, muss für den Golfsack nicht extra bezahlen und Swiss Golf Travellers zahlen auch nicht drauf. Wenn man bedenkt, dass eine Swiss Golf Traveller Mitgliedschaft 200 Kröten kostet, lohnt sich das für den einen oder anderen bestimmt.
Bei der KLM darf eine Golftasche und ein Paar Golfschuhe kostenlos, also sozusagen gratis mitgeführt werden, sofern diese Tasche das Gewicht von 20kg nicht überschreitet. Cool, hä?
Dasselbe gilt für Air France, Kenya Airways und Martinair. Aber mal Hand aufs Herz. Air France? Soo teuer kommen mir die 70 Euro bei Swiss gar nicht mehr vor… nicht, dass ich etwas gegen Franzosen hätte (auf jeden Fall nichts, das wirkt), aber hey, die sprechen Französisch.
Koreanair ist wie immer vorbildlich und nimmt den Golfsack und dessen Gepäck mit – for free, oder wie die Koreaner sagen würden (plee of tschatsch).
British Airways ist da weniger kulant. Wer die Grenze des Freigepäcks – also in der Regel plus/minus 20 kg – überschreitet, muss blechen. Bei einem Golfbag, der gut und gerne 15 Kilo wiegt, bleibt da nicht mehr viel Raum für anderes. Und angesichts der ziemlich engstirnigen Kleidervorschriften auf den Golfplätzen (nur so zur Auffrischung, Miniröcke und Spaghettiträgershirts sind Nogos) kann man da ganz schön in die Bredouille geraten. Ich erkenne ein Dilemma ratzfatz.
Was haben wir daraus gelernt? Nichts, aber etwas Neues wollen wir hier ja auch nicht beginnen…